Name
Weiden-Sandbiene

Aussehen
Die Weiden-Sandbiene ist eine etwa 12 Millimeter lange schwarze Biene mit auffällig silbergrauer Brustbehaarung. Die Art wirkt dadurch sehr plump. Die Männchen besitzen lange, sichelförmige Oberkiefer.

Lebensweise
Die Art nistet im Boden. Die Weibchen graben dort einen etwa 30  Zentimeter langen Gang, von dem die Brutzellen abzweigen. Als Larvennahrung tragen die Tiere Pollen von Weiden ein. Dabei nutzen sie vor allem die bekannten gelb überpuderten Weidenkätzchen der Saalweiden. Später im Frühjahr nutzen sie auch andere Weidenarten. Die Sandbiene erscheint mit der Blüte der Weiden ab März und ist etwa sechs Wochen aktiv.

Vorkommen
Die Weiden-Sandbiene kommt vor allem in Pionierstandorten wie Kiesgruben, Hochwasserdeichen, Sandgruben und in ähnlichen Lebensräumen vor, wo sie in offenen Bodenstellen nistet. Voraussetzung sind Weidenbüsche in der Nähe der Nisthabitate. Die Art bildet manchmal Kolonien aus, die mehrere Tausend Einzelnester umfassen können.

Verwandte Arten
In Deutschland kommen etwa 120 Sandbienenarten der Gattung Andrena vor. Davon sind etwa 10 weitere Arten ebenfalls auf Weiden als ausschließliche Pollenquelle spezialisiert. Sandbienen erscheinen überwiegend im Frühjahr bis in den Mai hinein.

Schutz und Förderung
Die Weiden-Sandbiene ist nicht unmittelbar gefährdet und kann als Pionierart schnell neue Lebensräume besiedeln. Dennoch ist die Art auf entsprechende schnelllebige Lebensräume angewiesen und fällt immer häufiger dem Ordnungswahn zum Opfer, wenn Hecken gerodet oder Ödland aufgeräumt wird. Daher sollten solche Lebensräume bewahrt und vor allem Weidenbüsche toleriert werden. Neben der Weiden-Sandbiene sind sie die erste Frühjahrsnahrung für zahlreiche weitere Insektenarten.