Name

Frühlings-Pelzbiene 

Aussehen

Sie ist eine etwa 13 Millimeter lange graubraune und pelzig behaarte Wildbienenart. Die Männchen zeichnen sich durch ein gelb gefärbtes Gesicht und lange Fransen an den Mittelbeinen aus, während die Weibchen ein dunkles Gesicht haben. Die Art wirkt sehr gedrungen und kompakt.

Lebensweise

Die Wildbiene nistet vor allem in Steilwänden oder kleinen Abbruchkanten, manchmal auch im ebenen Boden. Die Weibchen graben dort einen langen Gang, von dem die Brutzellen abzweigen. Als Larvennahrung tragen die Tiere Pollen von den verschiedensten Pflanzen. Sie sind häufig an Taubnessel zu finden, doch sie nutzen auch alle möglichen früh blühenden Gartenpflanzen. Die Frühlings-Pelzbiene erscheint ab April und ist bis in den Frühsommer hinein aktiv.

Vorkommen

Die Frühlings-Pelzbiene ist eine sehr häufige Art, die in ganz Deutschland vorkommt. Sie besiedelt eine Reihe von Habitaten, die vor allem offen und sonnenbeschienen sein müssen. Im Freiland sind dies Ackerbrachen, Wiesen oder Wegraine. Die Art kommt aber auch in Städten und Dörfern vor und kann in vielen Hausgärten beobachtet werden, wenn dort genügend Pflanzen blühen.

Verwandte Arten

In Deutschland kommen 9 Pelzbienenarten der Gattung Anthophora vor. Die meisten davon sind sehr selten und man bekommt sie kaum zu Gesicht. In Südeuropa hingegen sind Pelzbienen eine häufige Erscheinung, die oft auch noch in der heißesten Mittagshitze aktiv sind, wenn andere Bienen längst nicht mehr fliegen können.

Schutz und Förderung

Die Frühlings-Pelzbiene ist nicht unmittelbar gefährdet und kann als Pionierart schnell neue Lebensräume besiedeln. Sie benötigt vor allem offene Bodenstellen, Abbruchkanten, Erdhaufen und ähnliches, um Nester anzulegen, sowie ein ausreichendes Blütenangebot, um ihre Larven mit Pollen und Nektar zu versorgen.