Joghurt, das klingt zunächst vielleicht etwas merkwürdig, wird in seiner Jugend „geimpft“. Natürlich nicht gegen Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Mumps. Vielmehr werden der pasteurisierten Milch Joghurtkulturen zugegeben. Anschließend braucht das junge Gemenge vor allem eins: genug Zeit im Warmen. Denn erst bei 39° Celsius tun die Joghurtkulturen ihre Arbeit: Die Milchsäurebakterien aus der Joghurtkultur wandeln dann den Milchzucker in Milchsäure um. Und dies wiederum setzt chemische Prozesse in Gang. Die Milch dickt ein und entwickelt den typischen säuerlichen Joghurtgeschmack.

Hergestellt wird Joghurt zum Beispiel bei Hemme Milch. Der traditionsreiche Molkereibetrieb in der brandenburgischen Uckermark setzt auf Regionalität. Die in der Molkerei verarbeitete Milch stammt zu etwa 60 Prozent von den Kühen aus dem benachbarten Milchviehstall. Nach dem Melken wird sie direkt in die Tanks von Hemme Milch gepumpt und pasteurisiert, also zum Abtöten von Keimen schonend erhitzt, und dann weiterverarbeitet. Zum Beispiel zu Natur- und Fruchtjoghurt. Zu den Milchprodukten der Molkerei, die aus der Uckermark bis in das etwa 70 km entfernte Berlin vertrieben werden, gehören auch Milch, Butter, Frischkäse und Quark.

Bei Hemme Milch laufen nach wie vor viele Prozesse von Hand ab. Moderne Technik sichert aber bei der Herstellung sämtlicher Produkte die hohen Hygiene- und Qualitätsstandards.