Wildbienenpate werden | März 2019

Rettet die Bienen

Bienen retten

Beim Volksbegehren Artenvielfalt in Bayern unterschrieben mehr als 18 Prozent der Wahlberechtigten – fast 1,8 Millionen – für mehr Biodiversität und Artenschutz.

Gerade die Rettung der Wildbienen ist vielen dabei besonders wichtig – zu Recht: Wildbienen sind zum Erhalt der Artenvielfalt unverzichtbar. Mit jeder Wildbienenart, die verschwindet, verschwindet auch ein Teil der Pflanzenwelt – und umgekehrt.

Landwirte arbeiten jeden Tag in und mit der Natur – die Artenvielfalt mit einer Vielzahl von Maßnahmen zu schützen, ist für sie selbstverständlich.

Um was geht es?
Felder gemeinsam aufblühen lassen

Nur wenn Landwirte achtsam mit der Natur umgehen und die Landschaft pflegen, können sie langfristig und nachhaltig wirtschaften. Für die Förderung der Artenvielfalt mit sogenannten Greening-Maßnahmen bekommen sie staatliche Unterstützung. Für Maßnahmen, die darüber hinausgehen, werden sie jedoch nicht entlohnt – noch nicht.

Landwirt Phillip Krainbring will das ändern. Artenvielfalt ist ihm genauso wichtig wie vielen Verbrauchern. Und gemeinsam mit ihnen möchte er sie fördern: Auf einem Hektar seines Landes in Sachsen-Anhalt will er in diesem Frühjahr 2019 keinen Mais anbauen und stattdessen Lebensräume für wilde Tiere und Pflanzen schaffen – zusätzlich zu den von der EU vorgeschriebenen Greening-Maßnahmen. Auf 10.000 Quadratmetern soll ein Paradies für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten entstehen.

Dazu braucht Phillip Krainbring Ihre Hilfe: Als Landwirt ist er auf den Erlös seiner Ernte angewiesen. Pflanzt er Blühmischungen an, fehlen ihm Einnahmen. 5.000 Euro sind nötig, damit der Blühstreifen dem jungen Ackerbauern über zwei Jahre so viel einbringt wie ein Hektar Mais. Damit Insekten das ganze Jahr Nahrung finden und sich diverse Pflanzen etablieren können, wird der Blühstreifen für mindestens zwei Jahre angelegt.

Was können Sie tun?
Jetzt Wildbienenpate werden!

Im Rahmen einer Wildbienenpatenschaft können Sie einen Beitrag leisten und Phillip Krainbring bei der Naturpflege unterstützen. Für beispielsweise 5 Euro können die Bienenpaten so einen Lebensraum für Bienen von der Größe einer durchschnittlichen Küche (10 Quadratmeter) schaffen. Damit helfen Sie, Insekten auf Phillip Krainbrings’ Acker zwei Jahre lang Nahrung und Unterschlupf zu bieten und damit weit mehr zu tun als vorgeschrieben.

Alle Wildbienenpaten werden kontinuierlich in der exklusiven Facebook-Gruppe „Wildbienenpaten: Neues vom Blühstreifen“ auf dem Laufenden gehalten: Virtuell nimmt der junge Landwirt die Wildbienenpaten mit auf ihr gemeinsames Stück Natur und stellt Pflanzen und Tiere vor, die auf der Blühfläche ein Zuhause gefunden haben.

So wird der Erhalt der Artenvielfalt zum Gemeinschaftsprojekt, direkt erfahrbar für alle, die Phillip Krainbring dabei helfen, mehr als nur Naturschutz nach Vorschrift zu leisten.

Die 5000 Euro sind erreicht - wie geht's weiter?
Wir vergrößern die Blühfläche!

An dieser Stelle möchten wir gerne Landwirt Phillip Krainbring zu Wort kommen lassen:

"Liebe Wildbienenpatinnen und -paten, 

euch allen ein ganz herzliches Dankeschön! Ihr seid inzwischen über 300 Paten und das in so kurzer Zeit – das ist einfach unglaublich und ein richtig starkes Zeichen! Ihr macht es möglich, dass wir den Erhalt der Artenvielfalt zu einem Gemeinschaftsprojekt machen und auf unserem gemeinsamen Stück Natur Lebensräume für wilde Tiere und Pflanzen schaffen. Aufgrund der großen Teilnahme habe ich mich dazu entschlossen, die Blühfläche zu erweitern. Geplant war zuerst 1 ha Blühfläche - jetzt werde ich die Fläche auf 1,6 ha erhöhen. 

Mitte April geht’s dann los – dann beginnt die Aussaat. Einsäen werde ich eine mehrjährige Saatgutmischung, die speziell auf meine Region in der Magdeburger Börde angepasst ist. Darüber hinaus beraten mich Wissenschaftler der Hochschule Sachsen-Anhalt sowie der Wildbienen-Experte Dr. Schmid-Egger. Der Blühstreifen soll so ökologisch sinnvoll wie nur möglich sein und Insekten das ganze Jahr über Nahrung und Nistplätze bieten.

Also, lassen wir das Feld gemeinsam aufblühen!"

Euer Phillip Krainbring

Warum brauchen wir Wildbienen?
Ohne Wildbienen keine Artenvielfalt