Pfleger der Natur | April 2018

Pfleger der Natur

Artenvielfalt ist ein wertvolles Gut, das es zu schützen gilt. Das haben Landwirte längst erkannt, denn sie leben und arbeiten jeden Tag in und mit der Natur. Um Lebensräume für wildlebende Tiere und Pflanzen zu schaffen und zu erhalten, nutzen sie viele Möglichkeiten. Sei es das gestaffelte Mähen von Randstreifen, das auch nach der Ernte Nahrungs- und Lebensräume erhält oder das Anlegen von Steinhaufen als Rückzugsorte für Insekten und Reptilien.

Landwirt Klaus Münchhoff leistet auf Gut Derenburg in Sachsen-Anhalt Pionierarbeit beim Erhalt der Artenvielfalt : Auf seinem Land finden sich zahlreiche Orte, die Insekten, Kleintieren, Vögeln und Eidechsen Nahrung und Unterschlupf bieten. Sein Engagement geht dabei weit über die von der EU vorgeschriebenen Greening-Maßnahmen hinaus.

Darüber freuen sich nicht nur die wildlebenden Tiere und Pflanzen, sondern auch der Imker Enrico Kretschmar. Dieser arbeitet eng mit dem Landwirt zusammen. Ein Gewinn für beide Seiten: Der Imker erhält hochwertigen Honig und Klaus Münchhoffs Rapspflanzen werden von den Bienen bestäubt.

Nur etwa dreieinhalb Autostunden von Gut Derenburg entfernt, im fränkischen Haßfurt, lebt und arbeitet ein weiterer Naturfreund: Landwirt Klaus Merkel kennt die Vorteile ausgedehnter Blühstreifen für seine Äcker und bietet Insekten darauf ein Zuhause. Ebenso wie Klaus Münchhoff hat er erkannt: Nützlinge helfen dem Landwirt. Sie bestäuben nicht nur die Pflanzen, sondern fressen auch Schädlinge. Auf diese Weise können sie dazu beitragen, dass Insektizide eingespart werden. Davon wiederum profitiert die Umwelt – und damit wir alle.