Tierwohl I Oktober 2019

Massentierhaltung und Tierwohl - wie passt das zusammen?

Tierwohl Schweine Stroh

Eine gute Tierhaltung, auch in der Masse, ist nicht nur möglich – für moderne Landwirt*innen ist sie selbstverständlich. Um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Tiere stetig zu verbessern, nutzen sie viele Möglichkeiten.  Milchviehalter Stefan Stanglmayer zum Beispiel beobachtet seine Kühe ganz genau. Durch ihre Signale versteht er ihre Verhaltensweisen besser. Die Konsequenz daraus? Unter Berücksichtigung des Kuhsignale-Konzeptes hat der Landwirt seinen Stall umgebaut. Mehr Frischluft und Licht fallen heute in das große Gebäude und damit seine Kühe nach draußen können, hat er für sie ein Freigelände gebaut, das so groß ist wie ein Parkplatz. 

Unterstützt und beraten hat ihn dabei derjenige, der ihm überhaupt erst an das Konzept der Kuhsignale herangeführt hat – Tierarzt Dr. Michael Schmaußer. Er kennt den Landwirt schon seit dessen Kindheit; begleitet den Betrieb der Familie Stanglmayer seit Jahrzehnten. Mindestens einmal wöchentlich besucht Michael Schmaußer Stefan Stanglmayer auf dessen Betrieb. Als Team haben Landwirt und Tierarzt das Wohlbefinden der Milchkühe im Blick. Beide wissen: Das Wohlbefinden der Kühe wirkt sich auch positiv auf den Gewinn aus, den der Landwirt mit seiner Milch macht. 

Landwirt Klaus Albermeier und seine Frau Marianne waren neugierig und haben ihren Mastschweinestall umgebaut. "Einfach mal ein Loch in die Wand gebohrt und ne Rampe nach draußen gelegt, so dass die Tiere auch mal raus können." Seit dem Versuch hat sich einiges geändert, der Betrieb wurde komplett umgebaut und die Schweine werden zu 100% auf Stroh gehalten.