Eierkühlhaus Berlin

Das Eierkühlhaus Berlin wurde 1928/29 nach den Plänen von Oskar Pusch in Berlin direkt an der Spree neben der Oberbaumbrücke errichtet. Das kastenförmige Gebäude war damals Durchgangslager für frische Ware wie Eier, Butter oder Fleisch. 1940 wurde der Bau erweitert; 2000/2001 erfolgte der Umbau zum Bürogebäude. Die geschlossenen Fassaden wurden an drei Seiten geöffnet und mit Glas versehen. 2002 zog der Musikkonzern Universal Music in das ehemalige Eierkühlhaus ein. 

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Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-G1122-0600-106 / CC-BY-SA 3.0

 

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Quelle: wikimedia.org

Salzspeicher Lübeck

Die alten Salzspeicher in Lübeck haben eine lange Geschichte: Zwischen 1579 und 1745 wurden sie direkt an der Trave erbaut. Zunächst dienten die Speicher zur Lagerung von Salz. Später kamen Waren wie Tuch oder Getreide hinzu. Im Zuge der Industrialisierung verfielen die Speicher. Während des Zweiten Weltkriegs verlor die Firma Heick & Schmaltz ihre Büroräume in der Lübecker Altstadt. Sie zog in die alten Salzspeicher und restaurierte diese nach und nach. 

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Die Gemeinde Rodenshagen. Quelle: rondeshagen.com
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Quelle: wikipedia.org

 

Erlweinspeicher Dresden

Der Erlweinspeicher in Dresden entstand 1913/14 nach Plänen des Stadtbaurats Hans Erlwein direkt an der Elbe. Zunächst lagerte man hier Wolle, Gewürze, Tabak und Stoffe. Zwischen 2004 und 2006 wurde der mittlerweile leerstehende Speicher saniert und umgebaut. Heute beherbergt er ein Kongresshotel.

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Quelle: Archiv/Hans-Peter Koch 
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Quelle: wikipedia.org

Herzogskasten Abensberg

Der kleine Herzogskasten von Abensberg wurde in seiner ursprünglichen Form zwischen 1450 und 1480 errichtet und gehörte damals zum Abensberger Schloss. Das Gebäude war damals ein Lagerhaus für Getreide und andere Güter. Im 18. Jahrhundert lagerte man hier zunächst Kriegsgüter ein und brachte später Gefangene in dem Gebäude unter. Im 19. Jahrhundert zog eine Hopfen-Präparier-Anstalt in den Herzogskasten ein. Ab 2001 wurde das Gebäude aufwendig saniert. Heute sitzen hier die Touristeninformation und das Stadtmuseum. 

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Quelle: wikipedia.org

 

Mauthalle Nürnberg

Die Mauthalle in der Nürnberger Altstadt wurde zwischen 1498 und 1502 auf dem vorletzten Stadtgraben errichtet. Sie war eines von zwölf Kornhäusern, die in Krisenzeiten die Versorgung der Bürger sicherten. 1571/72 zog hier das reichsstädtische Zoll- und Waagamt ein. Der Keller diente als Weinlager. Während des Zweiten Weltkriegs brannte die Mauthalle völlig aus. In den 1960er-Jahren baute man sie in vereinfachter Form wieder auf. Heute ist die Mauthalle ein Geschäftshaus, im Keller befindet sich ein Brauhaus mit angeschlossener Hausbrauerei. 

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Quelle: wikipedia.org

 

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Quelle: wikipedia.org

 

Palmkernölspeicher Berlin

Der Berliner Palmkernölspeicher entstand zwischen 1883 und 1885 nach den Plänen des Architekten Albert Biebendt direkt am Wasser in der Rummelsburger Bucht und hatte einen eigenen Schiffsanlegeplatz. Der Palmkernölspeicher ist als einziges Gebäude eines ehemaligen Fabrikkomplexes erhalten geblieben. Geplant wurde der Speicher für die Firma Rengert & Co., die sich der Gewinnung von Pflanzenölen widmete. Bereits 1899 ging die Fabrik in Konkurs. In den nächsten Jahren wechselten die Besitzer mehrmals, bis 1921 die Viktoriamühle das Gebäude als Getreidespeicher übernahm. Bis 1990 lagerte man hier Getreide und stellte Tierfutter her. Von 2009 bis 2014 wurde der alte Speicher aufwendig saniert – als Raum für Ateliers, Büros und Wohnungen.

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Quelle: wikimedia.org
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Quelle: wikimedia.org

 

Pagodenspeicher Neustadt in Holstein

Der Pagodenspeicher in Neustadt in Holstein wurde 1830 nach Entwürfen von Carl Friedrich Trahn direkt am Wasser errichtet, um das Getreide vor der Verschiffung trocknen zu können. Bis ins 20. Jahrhundert nutzte man den Speicher als Getreidelager. Seit seiner Sanierung 1991 dient der alte Pagodenspeicher als Büro- und Geschäftsgebäude und ist ein Wahrzeichen der Stadt. 

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Erinnerungen an Neustadt/Holstein. Quelle: schwarz-neustadt.net
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Quelle: wikimedia.org