Forum Moderne Landwirtschaft
15. Juni 2016

Haßfurt beteiligt sich an der Initiative „Eh-da-Flächen für mehr Artenvielfalt“

Haßfurt/Unterfranken beteiligt sich mit 45 Maßnahmen an der Initiative „Eh-da-Flächen für mehr Artenvielfalt“ und ist damit erste Eh da-Stadt in Franken und das größte Eh da-Projekt Bayerns.
Günther Werner, Erster Bürgermeister der Kreisstadt Haßfurt: „Dieses Maßnahmenpaket muss nicht das Ende der Fahnenstange sein.“

Berlin/Haßfurt. Die Gemeinde Haßfurt in Unterfranken beteiligt sich an der bundesweiten Initiative „Eh-da-Flächen für mehr Artenvielfalt“. Gemeinsam wollen Kommune, Landwirtschaft und Wissenschaft für die im Naturhaushalt immens wichtigen, zugleich aber bedrohten Wildbienen zusätzliche kombinierte Lebensräume schaffen. 2016 werden hierfür zunächst 45 Einzelmaßnahmen umgesetzt.

Günther Werner, Erster Bürgermeister der Kreisstadt Haßfurt, Klaus Merkel, Betriebsleiter Gut Mariaburghausen, Dr. Matthias Trapp vom projektbegleitenden Institut für Agrarökologie in Neustadt und Kerstin Krohn, Projektleiterin „Innovation & Naturhaushalt“ beim Forum Moderne Landwirtschaft stellten das Projekt heute auf den DLG-Feldtagen vor.

„In Haßfurt wird deutlich, wie Standortvielfalt und Artenvielfalt sinnvoll zusammenspielen. Auf den Mainwiesen am Tränkberg wird die Anlage von Blühstreifen kombiniert mit Staffelmahd und neuen Strukturen zum Nisten“, so Geowissenschaftler Trapp. Zu den weiteren Maßnahmen zähle der Bau von Insektenhotels – zum Beispiel „Am Ziegelbrunn“ – und die Pflege von Rohbodenflächen.
Haßfurts Erster Bürgermeister Günther Werner ergänzte: „Wir erhoffen uns von der Optimierung von Eh da-Flächen zusätzliche Trittsteine und Verbindungskorridore. Das berühmte Ende der Fahnenstange muss mit den vorgestellten Maßnahmen noch nicht erreicht sein.“ Als Eigentümerin zahlreicher Flächen auch im Außenbereich Haßfurts könne die Stadt auch dort aktiv werden.

Das Eh da-Projekt in Haßfurt wird von landwirtschaftlicher Seite aktiv unterstützt. Klaus Merkel, Betriebsleiter von Gut Mariaburghausen: „Mich überzeugt der Projektansatz, mit einfachen Mitteln mehr geeignete Lebensräume für Bestäuberinsekten zu schaffen. Wir haben deshalb auf der West- und Ostseite der Ausstellungsfläche Saumstreifen angelegt.“

Eh da-Projekte bedürfen – so wie in Haßfurt praktiziert – der Zusammenarbeit mehrerer Beteiligter. Im Mittelpunkt der Initiative steht in der Regel die Kommune. Kerstin Krohn vom Forum Moderne Landwirtschaft konkretisierte: „Die Förderung der Vielfalt der Arten kann nicht allein von den Landwirten gestemmt werden. Artenvielfalt geht uns alle an. Das Eh da-Konzept kann nur aufgehen, wenn Flächenbesitzer, politische Akteure, kommunale Vertreter und Landwirte gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Hinweis Foto:
Von links nach rechts: Lea Fließ, Geschäftsführerin FORUM; Klaus Merkel, Betriebsleiter Gut Mariaburghausen; Kerstin Krohn, Projektleiterin „Innovation & Naturhaushalt“; Günther Werner, Erster Bürgermeister Kreisstadt Haßfurt, Prof: Dr. Roland Kubiak, RLP AgroScience, Dr. Matthias Trapp, Institut für Agrarökologie/RLP AgroScience.

 

Kontakt:

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Pressesprecher
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