Frau Horn, Herr Mayer: „Mit ungewürztem Tofu lockt man niemanden hinterm Grill hervor“, schreiben Sie in Ihrem Buch „Vegan grillen kann jeder“. Mit welchen Kniffen und Zutaten begeistern Sie auf Partys Ihre Gäste?

Nicht nur beim veganen Grillen kommt es auf gute Gewürze und leckere Marinaden an. Unserem „Pfeffrigen Tofusteak“ aus dem Buch beispielweise wird – wie der Name schon sagt – eine ordentliche Portion Pfeffer verpasst und es wird kräftig mariniert. Tofu nimmt Marinaden und Gewürze übrigens besonders gut an, wenn man ihn vor dem Grillen einfriert, dann wieder auftaut und anschließend in die Marinade legt.
 

Grillen bedeutet für die meisten schlicht: Steak, Würstchen und Kartoffelsalat. Ist die Zubereitung von veganen Grillgerichten dagegen nicht kompliziert – und der Einkauf sehr aufwendig?

Überhaupt nicht! Wir schnappen uns Gemüse und machen daraus etwas Neues, Raffinierteres – mehr als nur marinierte Zucchinischeiben. Und da mittlerweile auch die etwas spezielleren Zutaten wie Seitan-Fix immer häufiger ihren Weg in die Supermarkt- und Bioladenregale finden, ist der Einkauf kein Problem mehr.


Auberginen-Gyros, Seitan-Steak mit Thymian-Fries, Quinoa-Burger – die Rezeptvorschläge in Ihrem Buch klingen vielfältig und lecker! Was macht diese Gerichte besonders?

Wir versuchen einfach, uns am Rost kreativ, vielseitig und gesund auszutoben – und das eigentlich unabhängig davon, dass wir vegan grillen. Eine Barbecue-Party wird ja meist zelebriert. Da werden Steak, Würstchen und Kartoffelsalat, wie gesagt, doch irgendwann langweilig, oder? 
 

Welches Grillgericht essen Sie am liebsten?

Uff, diese Frage ist fast nicht zu beantworten. Natürlich stehen auch wir auf selbst gemachte vegane Rostbratwürstchen. Doch auch Shish-Kebab-Wraps und Selleriesteaks landen bei uns häufig auf dem Grill. Wenn etwas mehr Zeit da ist, kommen gern mal Krautköpfe auf den Rost – mit Linsen gefüllt und im Ganzen erhitzt. Innerhalb von 90 Minuten werden sie super zart und entwickeln ein köstliches, rauchiges Aroma. Dazu hat noch keiner Nein gesagt.


Auf meine nächste Grillparty kommen neben Fleischfreunden auch ein paar Veganer. Worauf sollte ich bei der Zubereitung achten – haben Sie ein paar praktische Tipps?

Die größte Freude, die man Veganern auf einer Grillparty machen kann, ist es, als rein pflanzliche Alternativen nicht nur Beilagen zu servieren. Marinierte Zucchinischeiben etwa sind nach wie vor lecker, doch besonders gut schmecken sie, wenn sie zu dem bereits erwähnten Quinoa-Burger oder einem marinierten Tofusteak gereicht werden. Und keine Angst: Beide sind in der Zubereitung wirklich simpel.

Vegan grillen kann jeder

„Vegan grillen kann jeder“: Das jüngste Buch von Nadine Hon und Jörg Mayer hält, was es verspricht. Mit vielen Tipps und abwechslungsreichen Rezepten. © Eat this
 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Eat this button

Das Logo des Foodblogs: 2011 ging „Eat this!“ an den Start. © Eat this

Vier leckere Rezeptempfehlungen von Nadine und Jörg
 

Pfeffriges Tofusteak

Zucchinipäckchen

Panzanella

Grüne Chilli Sauce