Der Blühstreifen versorgt Wildbienen das ganze Jahr mit Nahrung

 

Nur ein paar Hundert Meter weiter auf dem Hof in der Magdeburger Börde mischt der Ackerbauer eine 64-Kilogramm-Ladung Maisschrot mit 16 Kilogramm Samen zusammen: Der Stoff, der Wildbienen glücklich machen soll. Einen Wert von 400 Euro hat der unscheinbare Haufen, „Blühende Landschaft Ost“ sein verheißungsvoller Name. Er reicht für eine 16.000 Quadratmeter große Blühfläche. Die Mischung ist speziell auf diese Region angepasst und enthält Samen von Pflanzen, die zu verschiedenen Zeiten anfangen zu blühen, etwa Klatschmohn und der Kleine Wiesenknopf (ab Mai), Raue Nelke (ab Juni) und die Nickende Kratzdistel (ab Juli). So sichert der Blühstreifen das ganze Jahr über die Nahrungsversorgung von Wild-, aber auch Honigbienen, Schmetterlingen und anderen blütenbesuchenden Insekten – und das nachhaltig: Die Pflanzen sind mehrjährig, damit diese kleinen Tiere in ihnen Nistplätze zum Überwintern und schon im nächsten Frühjahr Nahrung finden können.

Und so trickst Landwirt Phillip Krainbring die Vögel aus

Bei der Aussaat sorgt der Maisschrot dafür, dass die Blühmischung gleichmäßig auf dem Acker verteilt werden kann und – so die Hoffnung von Phillip Krainbring – Vögel die Samen nicht wegpicken. Das passiert leicht, da das Saatgut nicht in der Erde stecken darf, sondern obenauf liegen muss, denn einige der Wildblumen sind Lichtkeimer. Ein willkommenes Fressen für allerlei Vögel, die das Mahl entdecken könnten.

Spielt das Wetter mit, sprießt es hier ab Mitte Mai

„Wird schon gut gehen“, sagt der örtliche Imker, der sich auch intensiv mit Wildbienen und anderen Insekten beschäftigt und zu diesem Anlass ebenfalls da ist. In nächster Zeit wird er immer wieder schauen, ob er Löcher von Wildbienen im Boden findet. Denn dort bauen sie ihre Nester.

Spielt das Wetter mit, sprießt es hier ab Mitte Mai. Dazu sollte es aber noch mehr regnen. Sonst könnte es auch länger dauern, sagt Landwirt Phillip Krainbring, ehe er auf die Maschine springt und das Saatgut ausbringt. Zum Schluss noch eine Runde drüberwalzen, damit nicht alles gleich wieder davonweht. Fertig.

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