Welcher Wein zu welchem Anlass?

Familienfest, Besuch von Freunden oder romantisches Candle-Light-Dinner? Eine der wichtigsten Fragen lautet: Welcher Wein passt dazu? Der „Wein-O-Mat“ bietet eine unabhängige Entscheidungshilfe – damit Lunch, Dinner oder Date geschmacklich ein voller Erfolg werden.

Einer, der ebenfalls dazu beiträgt, ist Albert Kallfelz: Der 43-Jährige ist Geschäftsführer von Wachtenburg Winzer, einer der größten Genossenschaften der Pfalz. Das „Gläserne Kelterhaus“ der Gemeinschaft erlaubt nicht nur spannende Einblicke in die Herstellung von Weiß- und Rotwein sowie Sekt, sondern ist auch eine der modernsten Weinproduktionsanlagen in Deutschland. Mit ihr sorgen die Winzer für einen hohen Produktionsstandard. Und: Sie beliefern mit ihren Qualitätsweinen auch die Discounter. Das Erfolgsgeheimnis der Weinherstellung liegt für Albert Kallfelz darin, die Traube unverfälscht in die Flasche zu bekommen: „Das fängt beim schonenden Pflücken und Entstielen an und geht über die Analyse der ‚Blutwerte‘ der Beeren beim sogenannten Grape Scan bis hin zum möglichst schwefelarmen Abfüllen der Flaschen.“

Ob auf die Flasche ein Kork-, Schraub- oder Glasverschluss kommt, spielt für die Qualität des Weins übrigens keine Rolle, weiß Prof. Dr. Rainer Jung, Spezialist für Kellerwirtschaft am Zentrum für Weinforschung an der Hochschule Geisenheim. Vielmehr ist die Temperatur bei der Lagerung entscheidend. Neue Verpackungen sorgen außerdem dafür, dass Wein sich nach dem Öffnen länger hält. Praktisch für den Verbraucher, aber für viele Weinliebhaber noch gewöhnungsbedürftig.

Eine der großen Herausforderungen für die deutschen Winzer ist der Klimawandel: Die Durchschnittstemperatur steigt, gleichzeitig regnet es intensiver. Das hat auch Auswirkungen auf den Weinbau. Rebsorten müssen durch Züchtung den veränderten klimatischen Bedingungen und eingewanderten Schädlingen angepasst werden. Wissenschaftler wie Prof. Dr. Reinhard Töpfer forschen daher am Julius Kühn-Institut in der Pfalz am Wein der Zukunft.

Bereits heute werden in den 13 deutschen Weinregionen mehr als 140 unterschiedliche Rebsorten angebaut – eine Vielfalt des Genusses und für jeden Geschmack etwas.